Raumtemperaturregler
Der Heat6 enthält sechs Raumtemperaturregler. Du konfigurierst jeden davon einzeln und kannst ihm einen Namen mit bis zu 30 Zeichen geben. Er steuert entweder einen Ventilausgang am selben Gerät oder einen Aktor an einer anderen Stelle am Bus.
Temperaturerfassung
Ein Regler bezieht die Raumtemperatur von einem externen Sensor oder von zwei externen Sensoren, die mit einer Gewichtung von 10:90 bis 90:10 verrechnet werden. Fällt einer der beiden aus, nutzt der Regler den anderen. Nach einem Download und nach Spannungswiederkehr sendet das Gerät eine Leseanfrage an die Sensoren. Auf Wunsch fragt es sie auch zyklisch ab.
Steht keine Temperatur zur Verfügung, gibt der Regler einen fest eingestellten Stellwert aus. Ist der Sommer-/Winterbetrieb aktiviert, stellst du diesen Wert für Sommer und Winter getrennt ein.
Heizen und Kühlen
Ein Regler arbeitet im Heizbetrieb, im Kühlbetrieb oder in beiden. Im kombinierten Betrieb legst du fest, wie er umschaltet: über ein Busobjekt oder automatisch, sobald die Temperatur den Sollwert um eine obere oder untere Totzone von 0,5-10 K über- bzw. unterschreitet. Der Regler unterstützt 2-Rohr-Systeme, bei denen ein Ventil sowohl Warm- als auch Kaltwasser führt, und 4-Rohr-Systeme mit getrennten Ventilen für Heizen und Kühlen.
Bei aktiviertem Sommer-/Winterbetrieb kannst du die Umschaltung so einschränken, dass im Sommer nur gekühlt und im Winter nur geheizt wird.
Regelarten
- 2-Punkt: schaltet um den Sollwert herum ein und aus, mit getrennt einstellbarer oberer und unterer Hysterese von 0-20 K. Eine kleine Hysterese hält die Temperatur genauer, erzeugt aber mehr Telegramme.
- PWM mit PI-Regelung: sendet Ein- und Aus-Telegramme, deren Tastverhältnis dem PI-Stellwert folgt, bei einer Zykluszeit von 1-255 Minuten.
- Stetig mit PI-Regelung: sendet den Stellwert in Prozent, bei Änderung und zyklisch.
Das PI-Verhalten wählst du über eine Voreinstellung: Warmwasserheizung, Fussbodenheizung, Elektroheizung, Kühldecke, Split-Gerät oder Gebläsekonvektor. Du kannst es auch von Hand einstellen, mit einem Proportionalbereich von 1-10 K und einer Nachstellzeit von 0-255 Minuten.
Betriebsarten und Sollwerte
Jeder Regler kennt die Betriebsarten Komfort, Standby, Economy und Frost-/Hitzeschutz. Umgeschaltet wird über 1-Bit- oder 1-Byte-Objekte. Den Komfortbetrieb kannst du zusätzlich für eine festgelegte Zeit verlängern. Danach kehrt der Regler in die vorherige Betriebsart zurück.
Für die Sollwerte gibt es zwei Varianten:
- Relativ: ein Basissollwert für Komfort. Standby und Economy ergeben sich daraus über einen festen Versatz für Heizen und Kühlen.
- Absolut: ein eigener Sollwert für jede Betriebsart.
Zusätzlich lässt sich der Sollwert in Schritten von 0,5 K oder 1 K verschieben, innerhalb von Grenzen, die du festlegst. Jeder Sollwert bleibt innerhalb des eingestellten Minimums und Maximums von 5-37 °C. Die Sollwerte für Frost- und Hitzeschutz stellst du nur in der ETS ein. Für sie gilt dieser Bereich nicht.
Fensterkontakte und Präsenz
Ein Fensterkontakt schaltet den Regler nach einer Verzögerung auf Economy oder auf Frost-/Hitzeschutz. Sobald das Fenster wieder geschlossen ist, kehrt der Regler in die vorherige Betriebsart zurück. Ein Präsenzsignal vom Bus schaltet den Regler auf Komfort und gibt ihn wieder frei, wenn die Präsenz endet. Telegramme, die in der Zwischenzeit eintreffen, merkt sich der Regler und führt sie danach aus.
Szenen
Jeder Regler hat fünf Szenen. Jeder Szene weist du eine Szenennummer von 1 bis 64 zu. Eine Szene setzt die Betriebsart oder, wenn die Betriebsarten deaktiviert sind, die Solltemperatur. Szenen werden über den Bus abgerufen und gespeichert. Eine gespeicherte Szene bleibt auch nach einem Ausfall der Busspannung erhalten.