Ventilausgänge
Der Heat6 hat sechs Triac-Ausgänge für thermische Stellantriebe. Jeder Ausgang wird einzeln konfiguriert und kann einen Namen mit bis zu 30 Zeichen erhalten.
Woher der Stellwert kommt
Jeder Ausgang ist entweder mit einem der sechs Raumtemperaturregler im Gerät verknüpft oder mit einem externen Regler, der seinen Stellwert über den Bus sendet.
- Lokaler Regler: der Ausgang folgt der Regelungsart des Reglers, mit dem du ihn verknüpft hast: 1 Bit bei 2-Punkt- und PWM-Regelung, 1 Byte bei stetiger Regelung.
- Externer Regler: der Ausgang arbeitet entweder als 2-Punkt-Schalter auf einem 1-Bit-Stellwert oder als PWM, die aus einem 1-Byte-Stellwert abgeleitet wird. Hier stellst du auch die Ventilart ein: normal (stromlos geschlossen) oder invertiert (stromlos offen).
Ein externer Stellwert lässt sich überwachen. Trifft innerhalb der Überwachungszeit nichts ein, behandelt das Gerät den Regler als gestört, fährt das Ventil auf einen konfigurierten Stellwert und meldet die Störung. Bei aktiviertem Sommer-/Winterbetrieb wird dieser Ersatzwert für Sommer und Winter getrennt eingestellt.
PWM
Die PWM-Zykluszeit wird zwischen 1 und 255 Minuten eingestellt, und der Stellwert bestimmt die Einschaltdauer innerhalb dieser Zeit. Bei einem Zyklus von 15 Minuten und einem Stellwert von 20 % ist das Ventil 3 Minuten offen und 12 Minuten geschlossen.
Der Stellwert kann auf ein Minimum von 0-50 % und ein Maximum von 51-100 % begrenzt werden. Du legst ausserdem fest, was unterhalb des Minimums geschieht. Trage bei langsamen Antrieben deren Öffnungs- und Schliesszeiten ein, damit auch kurze Zyklen das Ventil vollständig bewegen.
Ventilspülung
Die Spülung öffnet das Ventil für 1 bis 255 Minuten vollständig und stellt danach den vorherigen Zustand wieder her. Löse sie über den Bus aus oder lass sie automatisch alle 1 bis 12 Wochen laufen. Der Zyklus startet nach jeder abgeschlossenen Spülung neu, unabhängig davon, wie sie ausgelöst wurde.
Handbedienung und Zwangsführung haben Vorrang vor einer Spülung und brechen sie ab. Eine abgebrochene Spülung wird danach nicht fortgesetzt.
Ventilsperre und Zwangsführung
Sperren schliesst das Ventil und hält es geschlossen. Stelltelegramme, die währenddessen eintreffen, werden aufgezeichnet und übernommen, sobald der Ausgang wieder freigegeben ist; die Störungsüberwachung läuft weiter.
Zwangsführung fährt das Ventil auf einen konfigurierten Stellwert und hat die höchste Priorität aller Funktionen. Bei aktiviertem Sommer-/Winterbetrieb wird der Zwangswert für Sommer und Winter getrennt eingestellt.
Störungen
Bei einem Kurzschluss oder einer Überlast schaltet der Ausgang ab und versucht es nach einer Minute mit dem aktuellen Stellwert erneut. Besteht die Störung weiter, bleibt der Ausgang aus, bis das Gerät neu gestartet wird. Der Status wird auf den Bus gemeldet, sofern du dies aktivierst, und die Kanal-LED blinkt.
Nach einem Download ist das Ventil geschlossen. Nach Wiederkehr der Busspannung bleibt es je nach Einstellung entweder so, wie es war, oder es schliesst.